JudoSchnuppertag an der EckhardVonholdtSchule in SchwalmstadtTreysa
Am Vormittag des 16. Januar 2026 stand für rund 100 Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen der EckhardVonholdtSchule ein besonderes Highlight auf dem Stundenplan: Ein JudoSchnuppertag, organisiert in Zusammenarbeit mit dem ESV Jahn 1871 Treysa. Klassenlehrer Daniel Schultheiß hatte den Tag initiiert und wurde dabei tatkräftig vom ESV JudoTrainer Roland Fietz sowie den Grundschülern Benedikt Hempler, Alexander Vollmer und Miroslava Kachan, die bereits beim ESV Judo trainieren, unterstützt.
Das Team führte die fünf Klassen nacheinander in die Welt des Judosports ein. Für viele Kinder war es das erste Mal, dass sie mit einer Kampfsportart in Berührung kamen – entsprechend groß war die Neugier.
Das engagierte Team:
von links, vorn Alexander Vollmer, Benedikt Hempler, Miroslava Kachan mit Trainer Roland Fietz und Lehrer Daniel Schultheiß.
(Aus datenschutzrechtlichen Gründen wurde auf Fotos von Klassenverbänden verzichtet.)
Zu Beginn erhielten die Schülerinnen und Schüler einen kindgerechten Einblick in die Geschichte des Judo. Judo entstand Ende des 19. Jahrhunderts in Japan. Der Gründer, Jigoro Kano, wollte eine Sportart schaffen, bei der man nicht nur körperlich fit wird, sondern auch Rücksicht, Respekt und Selbstbeherrschung lernt. Aus alten Selbstverteidigungstechniken entwickelte er ein modernes, sicheres Trainingssystem, das heute weltweit verbreitet ist.
Anschließend erklärte Fietz die Grundprinzipien des Judo. Im Mittelpunkt stehen zwei einfache Ideen: Erstens nutzt man die Kraft des Partners, statt mit roher Gewalt dagegen anzukämpfen. Zweitens sollen beide Trainingspartner voneinander profitieren – man hilft sich gegenseitig, damit jeder besser wird. Diese Werte spiegeln sich auch im respektvollen Umgang wider, etwa in der traditionellen Verbeugung vor und nach jeder Übung.
Darauf folgte ein kurzer Überblick über typische JudoTechniken. Die Kinder erfuhren, dass Judo aus Standtechniken wie Würfen und Bodentechniken, z.B. Haltegriffen, besteht. Ziel ist es, den Partner kontrolliert aus dem Gleichgewicht zu bringen oder am Boden sicher festzuhalten – immer ohne Verletzungsgefahr. Alles geschieht nach klaren Regeln und unter Anleitung, sodass die Übungen spielerisch und sicher vermittelt werden können.
Nach dem theoretischen Einstieg ging es direkt in die Praxis. Mit viel Begeisterung machten die Kinder bei den spielerischen Aufwärmübungen mit, die Koordination, Reaktionsfähigkeit und Teamgeist fördern. Anschließend durften sie erste BodenkampfÜbungen ausprobieren und lernten, wie man sich am Boden geschickt bewegt und einen Partner sanft kontrolliert.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Fallübungen, die im Judo eine zentrale Rolle spielen. Die Kinder erfuhren, wie man richtig fallen kann, ohne sich zu verletzen – eine Fähigkeit, die auch im Alltag nützlich ist. Danach durften sie zwei grundlegende Würfe einstudieren: einen einfachen Beinwurf sowie einen Hüftwurf, bei dem man den Partner kontrolliert über die eigene Hüfte führt. Unter Anleitung des engagierten Teams gelang es vielen Kindern überraschend schnell, die Bewegungsabläufe umzusetzen.
Die Begeisterung war während des gesamten Vormittags deutlich spürbar. Viele Kinder staunten, wie effektiv Judo sein kann, selbst wenn man nicht besonders groß oder stark ist. Am Ende des Schnuppertages waren sich alle einig: Judo macht Spaß, stärkt das Selbstvertrauen und zeigt, wie wichtig Fairness und gegenseitiger Respekt sind.
Der ESV Jahn Treysa und die EckhardVonholdtSchule zeigten sich hochzufrieden mit der gelungenen Aktion. Für viele Schülerinnen und Schüler war es sicher nicht der letzte Kontakt mit dieser faszinierenden Sportart.






